Teutoburger Wald

Am Pfingstwochenende habe ich mit meinem Schwager in spe einen Tagesausflug in den Teutoburger Wald gemacht. Unsere erste Station waren die Externsteine - 13 bis zu 35 Meter hohe zerklüftete Felsen aus Kreidesandstein. Es ranken sich zahlreiche Geschichten und Mythen um die ca. 80 Millionen alte Felsgruppe. Ob auf Heiden, Christen, Nazis, Archäologen, Astronomen und Esoteriker - die Externsteine haben schon immer eine besondere Faszination ausgeübt.

Die Felsen können über zwei Treppenaufgänge erklommen werden. Der kurze aber steile Aufstieg loht sich, der Ausblick über den Teutoburger Wald ist wirklich schön. 

 

Weiter ging es zum Hermannsdenkmal. Das Wahrzeichen der Region erinnert an den Cheruskerfürsten Arminius und die Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 n. Chr. Über eine Wendeltreppe kann man normalerweise auf eine Aussichtsplattform gelangen. Aufgrund von Corona war diese zum Zeitpunkt unseres Besuches leider noch geschlossen. 

 

Die Schlacht leitete das Ende der römischen Feldzüge zur Eroberung Nord- und Nordwestdeutschlands ein. Durch die Schlacht gelang Arminius die Vereinigung der germanischen Stämme. Deshalb wurde er zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu einer der Symbolfiguren der nationalstaatlichen Einigungsbewegung stilisiert.

 

Ernst von Bandel (1800- 1876) war ein Anhänger dieser Bewegung und widmete als Architekt und Bildhauer sein ganzes Leben der Idee, mit einem Denkmal ein allgemeingültiges Nationalsymbol zu schaffen. Er begann 1838 mit den Bauarbeiten des Denkmals auf dem von ihm ausgewählten Berg, der Grotenburg. Erst 37 Jahre später wurde das Denkmal durch Kaiser Wilhelm I. eingeweiht. Der Künstler wohnte in den letzten Jahren der Bauarbeiten in einem einfachen Blockhaus direkt neben dem Denkmal. Ein Nachbau der Hütte ist heute noch auf dem Gelände zu besichtigen. 

Anschließend haben wir noch eine 9 Kilometer lange Wanderung durch die Wistinghauser Senne gemacht. Seit einigen Jahren leben dort Schottische Hochlandrinder und Exmoor-Ponys, die beim Weiden beobachtet werden können. Man wandert teilweise mitten durch die weitläufigen Gehege. Die großen Tiere sind sehr friedlich und bei Einhalten der Verhaltensregeln auch ungefährlich. Dennoch bekommt man ein mulmiges Gefühl, wenn ein neugieriger Bulle plötzlich geradewegs auf einen zusteuert. 

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